Wissenschaftskommunikation

 

Sebastian Turner

Freitag, 16. März 2018, 12 bis 13:30 Uhr, Gästehaus der RWTH

Zum Thema

Mit dem grundlegenden Wandel des Mediensystems durch die Digitalisierung verändern sich nicht nur die Medien, sondern auch die Öffentlichkeit. Trump, Brexit, AfD sind nicht nur Folge dieses Wandels, sondern auch Ausdruck einer Vertrauenskrise, die durch den Medienwandel nicht hervorgerufen, aber verstärkt wurde. Dieser Kontext bedeutet eine besondere Herausforderung für die Wissenschaftskommunikation, die nicht nur die Ergebnisse der Forscher erklären, sondern auch die Bedeutung und Berechtigung der Wissenschaft vermitteln muss.

Der Dozent

Sebastian Turner – Jahrgang 1966 – ist ein deutscher Medienunternehmer und Publizist und familiär wissenschaftskommunikativ schwer vorbelastet. Sein Vater George Turner war Professor, Universitäts- und WRK-Präsident, Wissenschaftssenator und schleppte seine Kinder von frühester Jugend an in die allerlangweiligsten Vorlesungen. Sebastian Turner kann seitdem in jeder Position schlafen – und studierte trotzdem: Politikwissenschaften, Betriebswirtschaftslehre, Verfassungs-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte (in Bonn) sowie
Politikwissenschaft, Wirtschaft und Journalismus (in North Carolina). Er schloss sein Studium 1990 mit dem Master of Arts an der Graduate School der Duke University ab. Als Lehrbeauftragter wirkte er Anfang der 90er Jahre an der Technischen Universität Dresden und anschließend an der Universität der Künste Berlin, an der er zunächst als Gastprofessor und schließlich zum Honorarprofessor berufen wurde.

Unter anderem gründete er 1985 die Zeitschrift „Medium, Magazin für Journalisten“, die er bis 1995 herausgab. Als freischaffender Journalist war er unter anderem für die „Zeit“, „Geo“ und die „Frankfurter Allgemeine“ tätig. Er war zwanzig Jahre für die internationale Kommunikationsgruppe Scholz & Friends tätig, davon zehn Jahre als Vorstands- und Kreativchef, unter anderem verantwortlich für „ Wir können alles, ausser Hochdeutsch“ (Baden-Württemberg) und „Dahinter steckt immer ein kluger Kopf“ (FAZ).

Seit 2013 ist er Aufsichtsratsmitglied der Mediengruppe Dieter von Holtzbrinck DvH Medien GmbH (Zeit, Wiwo, Handelsblatt, Tagesspiegel), seit 2014 Herausgeber und Gesellschafter des Berliner Tagesspiegel. Neben seinem politischen und ehrenamtlichen Engagement gründete er 2010 die Falling Walls Foundation, die die jährliche Falling Walls Conference organisiert.

 
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