Wissenschaft mit Durchblick

06.11.2017

Die Hochschule lädt erneut zur RWTH-Wissenschaftsnacht „5 vor 12“ ein. In zahlreichen Vorträgen, Experimentierstationen und an Exponatständen werden wissenschaftliche Themen anschaulich präsentiert.

  Drei Mädchen mit Schutzbrillen Peter Winandy

Die RWTH-Wissenschaftsnacht „5 vor 12“ geht in diesem Jahr in die 15. Runde und präsentiert sich am Freitag, den 10. November 2017, erstmalig im neuen Hörsaalzentrum C.A.R.L. an der Claßenstraße. Wissenschaftliche Themen werden in untypischer Form zu ungewöhnlicher Zeit gezeigt. Seit der Erstauflage 2003 gewann die Veranstaltung zunehmend an Popularität, sodass die Besucherzahl die 6000er Marke bereits überschritt. In diesem Jahr steht die Erprobung der neuen Räumlichkeiten im C.A.R.L. an.

Zwischen 19 Uhr und Mitternacht kann bei Vorträgen und an Experimentierstationen Spannendes aus der Welt der RWTH entdeckt und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über die Schultern geschaut werden. Dabei wird die Beantwortung von Alltagsfragen ebenso wie Spitzenforschung auf dem Programm stehen. „Der Enthusiasmus aller Beteiligten ermöglicht es uns auch in diesem Jahr wieder, ein so umfangreiches Programm anbieten zu können. Ob bei der Kindervorlesung, dem Physikjahrmarkt oder bei Theater und Musik; auf jeden Fall ist ein unterhaltsamer Abend bei der RWTH-Wissenschaftsnacht garantiert“, sagt Thomas von Salzen vom Dezernat Presse und Kommunikation. Im Anschluss gegen 0 Uhr startet dann die große Wissenschaftsnachtparty mit RWTH-Professoren als DJs.

Berechnung des Fußballmeisters

Von Fußball und Künstlicher Intelligenz – Enttäuschung oder Freude? Professor Joost-Pieter Katoen vom Lehrstuhl für Informatik erläutert, wie man den Deutschen Fußballmeister mit Hilfe mathematischer Modelle schon jetzt berechnen kann. Die Frage, wie der moderne Mensch nach Europa kam, beantwortet hingegen Professor Frank Lehmkuhl aus dem Lehrstuhl für Physische Geographie und Geoökologie in seinem Vortrag. Die Energiewende bringt die Entwicklung neuer Kraftstoffe mit sich. Professor Stefan Pischinger vom Exzellenzcluster Maßgeschneiderte Kraftstoffe aus Biomasse wird daher in seinem Vortrag „Strom im Tank?“ die Entwicklung und Einsetzbarkeit dieser Kraftstoffe erläutern. „Viel Fiction, wenig Science?“, fragt Dr. Eike Permin und erklärt die Forschung des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie IPT, zum Beispiel, wie künstliche Intelligenz in der Produktion eingesetzt wird. Bei der Kindervorlesung „Feuer und Eis“ erläutert Professor Ulli Englert vom Institut für anorganische Chemie, was Eiseskälte und Gluthitze mit Chemie zu tun haben.

Unterwegs in Betonkanu und Rennwagen – Beschleunigung oder Untergang? Die Frage, ob Beton schwimmen kann, wird am Stand der Exzellenzinitiative beantwortet, wo ein Betonkanu bestaunt werden kann. Ein spannendes Duell hingegen bietet der Roboterclub Aachen e.V. an seinem Stand. Dort werden verschiedene Teams mit ihren Robotern gegeneinander antreten und Hindernisse überwinden. Rasant geht es am Stand der Formula Student und Ecurie Aix zu. Das Team präsentiert seinen selbst konstruierten und gebauten Rennwagen mit Elektromotor. Wer selbst einmal Hand anlegen möchte, ist auf dem Physik-Jahrmarkt genau richtig und kann dort experimentieren.

„Science Slam“

Wettstreit und schöne Klänge. Fans des traditionellen Vortragsduells „Science Slam“ dürfen sich auf eine weitere Ausgabe zur Wissenschaftsnacht „5 vor 12“ freuen. Auch in diesem Jahr präsentieren Studierende, Beschäftigte und Lehrende der RWTH spannende Hochschulthemen. Dabei ist alles erlaubt, was die Hausordnung hergibt: von Vortrag und Präsentation über Musik bis zu Film. Am Ende entscheidet das Publikum lautstark, wer als Sieger für die unterhaltsamste Darbietung nach Hause gehen darf. Moderiert wird der Slam von RWTH-Kanzler Manfred Nettekoven.

Die wissenschaftlichen Vorträge werden zur RWTH-Wissenschaftsnacht „5 vor 12“ mit Kunst, Theater und Musik ergänzt. Die englischsprachige Studierenden-Theatergruppe Actor’s Nausea lädt ein, ihrem kurzweiligen Spiel zu folgen. Musikalische Klänge bieten das Collegium Musicum, Studierende der Hochschule für Musik und Tanz sowie die RWTH-Bigband.

Laser und Hochspannung. In gleich vier spektakulären Vorstellungen der Lasershow werden fantastische Skulpturen gezaubert. Dabei bewegen sich Laser-Lichtbilder in verblüffender Synchronizität zur Musik durch den Raum. Darüber hinaus kann in der Hochspannungsshow selbst experimentiert werden, bis die Haare zu Berge stehen.

Die Wissenschaftsnacht endet traditionell mit der Wissenschafts-Nacht der Professoren, bei der ein halbes Dutzend Professoren den DJ ersetzen und das Publikum zum Tanzen bringen.

Redaktion: Presse und Kommunikation