Preise und Auszeichnungen

 

Von der hohen Qualität der Forschung und Lehre zeugen nicht nur Spitzenplätze in national und international anerkannten Rankings, sondern eine Vielzahl von Auszeichnungen und Preise für herausragende Leistungen unserer Fachgruppenmitglieder und unseres wissenschaftlichen Nachwuchses.

 
 

ERC Grants

ERC Grants (European Research Council Grants) fördern verschiedene Personengruppen. Dabei werden drei Hauptförderlinien verfolgt:

Starting Grants für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler (2 bis 7 Jahre nach PhD)
Consolidator Grants für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler (7 bis 12 Jahre nach PhD)
Advanced Grants für etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Für Personen, die bereits einen ERC Grant innehaben, gibt es außerdem das „Proof of Concept“-Schema, mit dem Ideen aus den Projekten in Innovationen überführt werden können.

2014

Prof. Klaus Wehrle vom Lehrstuhl für Kommunikation und Verteilte Systeme erhielt einen der begehrten ERC Consolidator Grants des Europäischen Forschungs­rats für sein Forschungs­projekt „SYMBIOSYS – Symbolic Analysis of Temporal and Functional Behavior of Networked Systems“.

Die ERC Consolidator Grants fördern vielversprechende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Beginn einer unabhängigen Karriere. Zielgruppe der ERC Consolidator Grants sind exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren eigene unabhängige Arbeitsgruppe sich in der Konsolidierungsphase befindet.

Als Grundlage für die Bewertung dienen abhängig von Forschungsfeld und Karrierezeitpunkt bestimmte Benchmarks. So sollten Antragstellerinnen und Antragssteller mehrere wichtige Publikationen ohne Promotionsbetreuende nachweisen können. Weitere Benchmarks sind Publikationen als Erstautorin bzw. Erstautor in führenden internationalen Zeitschriften, (übersetzte) Monographien, Patente, Vorträge auf internationalen Konferenzen oder (internationale) Wissenschaftspreise.

Pressemitteilung ERC Consolidator Grants 2014 (PDF, englisch)

2013

Prof. Leif Kobbelt vom Lehrstuhl für Computergraphik und Multimedia erhält den hoch dotierten Advanced Grant des Europäischen Forschungs­rates (ERC). Bei dieser Auszeichnung steht die Exzellenz von Person und Idee im Vordergrund. Ziel ist es, die europäische Forschung auf höchstem Niveau durch wettbewerbsorientierte Finanzierung zu unterstützen und den talentierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weltweit mehr Sichtbarkeit zu verleihen.

Pressemitteilung ERC Advanced Grants 2013 (PDF, englisch)

 

Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis

Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ist der wichtigste Forschungsförderpreis in Deutschland. Er wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) verliehen und ist mit 2,5 Millionen Euro dotiert.

Das Leibniz-Programm zielt darauf, die Arbeitsbedingungen herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu verbessern, ihre Forschungsmöglichkeiten zu erweitern, sie von administrativem Arbeitsaufwand zu entlasten und ihnen die Beschäftigung besonders qualifizierter jüngerer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu erleichtern.

2014

Prof. Dr. rer. nat. Leif Kobbelt (i8, Computergraphik und Multimedia): Leif Kobbelt gilt als der herausragende deutsche Computergrafiker im Bereich der Geometrieverarbeitung und als einer der innovativsten und produktivsten Vertreter seines Forschungsgebiets weltweit. Nach dem Studium und der Promotion im Fach Informatik an der Universität Karlsruhe waren seine akademischen Stationen die University of Wisconsin in Madison (USA), die Universität Erlangen-Nürnberg und das Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken, bevor er 2001 an die RWTH wechselte.

 

Ehrendoktorwürden

Die Ehrendoktorwürde ist eine ehrenhalber verliehene Auszeichnung einer Universität, in diesem Fall von der RWTH Aachen, die für besondere akademische oder wissenschaftliche Verdienste an Akademiker oder Nichtakademiker verliehen wird.

2017

Prof. Dr. Joost-Pieter Katoen (i2, Softwaremodellierung und Verifikation): Doktor honoris causa der Universität Aalborg, Dänemark für besondere Verdienste in der Informatik, insbesondere der Computerunterstützten Verifikation.

2013

Prof. Dr. Wolfgang Thomas (i7, Logik und Theorie diskreter Systeme): Doctor honoris causa der Universitié de Mons auf Vorschlag der Faculté des Sciences und gemäß Beschluss des Conseil Académique.

2010

Prof. Dr.-Ing. Manfred Nagl, Emeritus (i3, Software Engineering): Doktor der Naturwissenschaften ehrenhalber (Dr. rer. nat. h. c.) von der Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik der Universität Paderborn für hervorragende Leistungen in Forschung und Lehre sowie für die herausragenden Verdienste um die Entwicklung der Informatik in Deutschland.

2006

Prof. Dr. Otto Spaniol, Emeritus (i4, Kommunikation und Verteilte Systeme): Doctor honoris causa von der Bulgarian Academy of Sciences in Sofia.

2005

Prof. Dr. Wolfgang Thomas (i7, Logik und Theorie diskreter Systeme): Doctor honoris causa der École Normale Supérieure de Cachan.

 

ACM Fellows

Die Association for Computing Machinery (ACM) ist die weltweit größte Vereinigung für Informatik. Ziel der Organisation ist es, die Informatik und ihre Anwendungen zu fördern. Außerdem hat sie sich der Verbreitung neuer Erkenntnisse in der Informatik verschrieben und agiert als Kommunikationsplattform zwischen Informatik und Wirtschaft weltweit.

2013

Prof. Matthias Jarke (i5, Informationssysteme und Datenbanken): Prof. Matthias Jarke wurde von der weltweit größten Vereinigung für Informatik, der Association for Computing Machinery (ACM), zum Fellow ernannt. Ziel der Organisation ist es, die Informatik und ihre Anwendungen zu fördern.

Unter den fünfzig ernannten Fellows 2013 ist Prof. Jarke der einzige deutsche Wissenschaftler und erst der zehnte Deutsche seit Start des Fellow-Programms. Matthias Jarke wurde aufgrund seiner Beiträge auf den Gebieten der konzeptionellen Modellierung, dem Requirements Engineering, Metadaten-Management und als herausragender deutscher Computerwissenschaftler als Fellow ausgewählt.

Seit 1991 leitet Prof. Jarke den Lehrstuhl für Informationssysteme & Datenbanken an der RWTH Aachen sowie seit 2000 das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT in Sankt Augustin. Er ist Vorsitzender des Fraunhofer-Verbunds IuK-Technologien und Mitglied des Fraunhofer-Präsidiums. 2002 gründete er die B-IT-Stiftung (Bonn-Aachen International Center for Information Technology) mit Stiftungsprofessuren und internationalen Studiengängen in Birlinghoven. 2008 kam die NRW-Forschungsschule zur strukturierten Doktorandenausbildung dazu, deren Sprecher er seitdem ist. Schwerpunkte seiner Forschung sind Metadatenmanagement und Datenqualität, Requirements und Information Systems Engineering, sowie mobile und kooperative Informationssysteme.

Matthias Jarke war Mitglied im Lenkungsausschuss des Aachener Konzeptes „RWTH 2020: Meeting Global Challenges“, das im Rahmen der Exzellenzinitiative zum Ausbau der universitären Spitzenforschung bewilligt wurde, und ist stellvertretender Sprecher des Exzellenzcluster UMIC. Der promovierte Betriebswirt war 2000-2003 Schatzmeister der Gesellschaft für Informatik (GI) und 2004-2007 Präsident der GI. In diese Zeit fiel auch seine Rolle als wissenschaftlicher Gesamtkoordinator des „Informatikjahr – Wissenschaftsjahr 2006“ der Bundesregierung. Er ist Autor mehrerer Bücher und von über 300 referierten Publikationen in Zeitschriften und Konferenzen und gehört zu den meistzitierten deutschen Informatikforschern.

 

IEEE Fellows

Das Insitute of Electrical and Electronics Engineers, Inc. (IEEE) ist eine weltweite, gemeinnützige, technische Berufsorganisation für Ingenieure der Elektrotechnik und Informatik. Der Verband wurde 1884 gegründet und hat mehr als 380.000 Mitgliedern in über 150 Ländern. IEEE zielt auf die Weiterentwicklung der Theorie und Praxis der Elektrotechnik und Informatik und ist die führende Organisation in den Bereichen Computerdesign, Biotechnologie und Telekommunikation bis hin zu Leistungselektronik, Luft- und Raumfahrt.

Wesentliche Aufgaben sind Normierungen und Standardisierungen, die Organisation technischer Konferenzen, Symposien und lokaler Treffen sowie die Veröffentlichung technischer Publikationen in der Elektrotechnik und Informatik und zahlreicher Fachbücher im IEEE-eigenen Verlag.

2011

Prof. Dr.-Ing. Hermann Ney (i6, Sprachverarbeitung und Mustererkennung): Außergewöhnliche Leistungen in der Spracherkennung und -übersetzung

 

GI-Fellows

Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) ist die größte Vereinigung von Informatikerinnen und Informatikern im deutschsprachigen Raum. Sie versteht sich als Plattform für Informatikfachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft, Lehre und Öffentlicher Verwaltung. Kernthemen ihrer Arbeit sind u.a. die Nachwuchsförderung, der Wissenstransfer von der Forschung in die Anwendung sowie Fragen des Datenschutzes und der Sicherheit von Informatik­systemen. Rund 20.000 persönliche Mitglieder, darunter 1.500 Studierende und knapp 300 Unternehmen und Institutionen, profitieren von diesem Netzwerk.

2014

Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Thomas (i7, Logik und Theorie diskreter Systeme): Auf der größten Informatikkonferenz im deutschsprachigen Raum, der INFORMATIK 2014, am 24. September 2014 in Stuttgart ist Prof. Thomas für herausragende technisch-wissenschaftlicher Beiträge zur Informatik zum GI-Fellow ernannt worden.

Urkunde Prof. Thomas

2012

Prof. Dr. Matthias Jarke (i5, Informationssysteme und Datenbanken): Mit Matthias Jarke ehrt die GI einen Wissenschaftler und Hochschullehrer, der sich durch seine Arbeiten auf dem Gebiet der Datenbanken und Informationssysteme national und international einen Namen gemacht hat.

In der GI hat sich Matthias Jarke über viele Jahre hinweg als Präsident und Schatzmeister engagiert. Er war maßgeblich an der Erarbeitung der gemeinsamen Standards zur Akkreditierung von Studiengängen der Informatik und interdisziplinären Informatik-Studiengängen an deutschen Hochschulen beteiligt und hat 2006 das von der Bundesregierung ausgerufene »Jahr der Informatik« federführend gestaltet.

Urkunde Prof. Jarke

2009

Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Manfred Nagl, Emeritus (i3, Software Engineering): Mit Manfred Nagl ehrt die GI einen bedeutenden Wissenschaftler, der durch seine wissenschaftliche Arbeit und durch sein hochschulpolitisches Engagement hohe Anerkennung im In -und Ausland erworben hat.

Als Vorsitzender des Fakultätentags Informatik und des Dachverbands der ingenieurwissenschaftlichen Fakultätentage 4ING hat er den spezifischen Belangen dieser Fächer im Rahmen des Bologna-Prozesses eine wahrnehmbare Stimme gegeben. Als Forscher hat er sich durch die Leitung des Sonderforschungsbereichs IMPROVE große Verdienste um die Anwendung der Informatik in den Ingenieurwissenschaften erworben.

Manfred Nagl hat die nationale und internationale Softwaretechnikszene nachhaltig geprägt, sowohl durch seine zahlreichen Bücher und wissenschaftlichen Veröffentlichungen als auch durch eine sehr erfolgreiche Nachwuchsarbeit, aus der viele Hochschullehrerinnen und -lehrer hervorgegangen sind.

Urkunde Prof. Nagl

2008

Prof. Dr. Dr. h. c. Otto Spaniol, Emeritus (i4, Kommunikation und Verteilte Systeme): Mit Otto Spaniol ehrt die GI einen bedeutenden Wissenschaftler und Hochschullehrer, der sich sowohl durch seine wissenschaftliche Arbeit als auch durch sein ehrenamtliches Engagement für die Informatik und in der GI hohe Anerkennung erworben hat.

Otto Spaniol ist ein herausragender Wissenschaftler auf den Gebieten der Modellierung und mathematischen Behandlung von Strukturen und Strategien in Informatiksystemen, in der elementaren Numerik, den Betriebssystemen, Kommunikationssystemen und Verteilten Systemen. Seine Erkenntnisse haben die Grundlagen auch auf dem Gebiet der mobilen Kommunikation mitgeformt.

Als Vertreter der GI hat sich Otto Spaniol im Wissenschaftsrat und in der IFIP für die deutsche Informatik stark gemacht. Als Mitherausgeber des Informatik Spektrums, Vertrauensdozent und Begleiter der Informatiktage prägt er das Gesicht der GI nach innen und außen.

Urkunde Prof. Spaniol

 

EATCS Fellows

Die Europäische Vereinigung für Theoretische Informatik (EATCS) ist eine internationale Organisation, deren Ziel es ist, den Austausch von Ideen und Ergebnissen unter theoretischen Informatikern anzuregen sowie die Zusammenarbeit zwischen der theoretischen und der praktischen Gemeinschaft in der Informatik zu erleichtern.

2014

Prof. Dr. Wolfgang Thomas (i7, Logik und Theorie diskreter Systeme): „Foundational contributions to the development of automata theory as a framework for modelling, analyzing, verifying and synthesizing information processing systems.“

 

Google Faculty Research Awards

Mit dem Google Faculty Research Award werden weltweit Forschungsprojekte an Top-Universitäten unterstützt aus den Bereichen Computer Science, Engineering und benachbarten Disziplinen.

2016

Prof. Bastian Leibe (i8, Mobile Multimedia Processing)