Geometry Lab

 

Freitag, 03.11.2017 bis Sonntag, 05.11.2017

Modell eines Hasen aus Vertices Geometry Lab

Ein Hingucker in 3D – Geometry Lab. Das 3D-Festival im Ludwig Forum Aachen lud zum Staunen ein.

(Text: FutureLab Aachen)

Vom 3. bis 5. November stand das Ludwig Forum für Internationale Kunst im Zeichen der Geometrie. Leibnizpreisträger Leif Kobbelt und sein Team vom Visual Computing Institute der RWTH zeigten in einer kompakten Ausstellung mit eigens hergestellten Objekten, was Geometrie heute kann. Zum Einsatz kamen Bauklötze, Spiegel, Computer und VR-Brillen. Anhand von Objekten zum Ausprobieren haben die Besucher einen Eindruck von klassischen geometrischen Konstruktionen bis hin zu aktueller Geometrie-Forschung erhalten.

Virtuelle Hausbesuche, optische Täuschungen und die Supermarket Lady im 3D-Druck

Vor dem „Augentäuscher“ beispielsweise wurden aus zwei gleich großen Personen plötzlich ein Riese und ein Zwerg. Im Geometrischen Garten wurden vier Objekte dank Virtueller Realität zu räumlichem Leben erweckt. Und die Besucher konnten virtualisierte Gebäude begehen oder beobachten, wie das digitale Modell einer Statue entsteht. Und eine hochmoderne Zeichenmaschine erzeugte komplexe Formen.

Vor der Nase der Besucher entstand wohl das berühmteste Exponat des Ludwig Forum Aachen: die „Supermarket Lady“, Pop Art-Skulptur von Duane Hanson, wurd live in 3D und in Originalgröße gedruckt — von einem 2,30 Meter hohen Drucker, der eigens für die Ausstellung gebaut wurde.

Wenn ein Bild im Tablet zum Leben erwacht

Ergänzt wurden die wissenschaftlichen Objekte durch ein großformatiges Bild des Aachener Künstlers Tim Berresheim, das — durch ein Tablet oder Handy betrachtet — ein dreidimensionales und bewegtes Eigenleben entwickelt. Gezeigt wurden auch Werke des niederländischen Mathematik-Künstlers Rinus Roelofs, der mit Workshop-Teilnehmern hochästhetische geometrische Körper aus Papier faltete.

In einem anderen Workshop baute Leif Kobbelt mit den Teilnehmern 3D-Drucker, die sie mit nach Hause nehmen konnten. Und auf einer großen Spielfläche konnte sich jeder Besucher selber mit dem Konstruieren von geometrischen Formen und Spielzeug beschäftigen – die Bauteile wurden u.a. von Zometool bereitgestellt, einem auf Wissenschaftsspielzeug spezialisierten Hersteller.

Science Talk am Sonntag

Der Sonntagvormittag bündelte das Erlebte und ließ das Thema Geometrie unterhaltsam Revue passieren. (10.30 bis 12.00 Uhr)

Was ist Geometrie? Welche Bedeutung hat sie für Wissenschaft und Kunst? Und welche Rolle spielt sie im Alltag der Menschen? Darauf gaben Kurzvorträge und eine Talkrunde Antworten.

Dr. Andreas Beitin (Direktor Ludwig Forum): Das Digitale und die Kunst — Interaktive und netzbasierte Medienkunst. Kurze Fassung einer medialen (Vor-)Geschichte
Rinus Roelofs (Mathematikkünstler): How Art Can Help to Understand Mathematics (in English)
Prof. Dr. Helmut Pottmann (TU Wien): Architekturgeometrie
Prof. Dr. Leif Kobbelt (VCI, RWTH Aachen): Geometrie 4.0
Moderation: Bernd Büttgens

Geometry Lab auf den Seiten des FutureLab Aachen 
Informationen zu den angebotenen Workshops