Wertvolle Impulse zur Weiterentwicklung der Hochschule: "Tage der Vielfalt" an der RWTH zum zweiten Mal erfolgreich durchgeführt

23.11.2018
Ausstellungsansicht Urheberrecht: IGaD

Unter dem Motto "Inklusion macht stark!" fanden auf Initiative des forumDIVERSITY vom 20. bis 22. November 2018 zum zweiten Mal die "Tage der Vielfalt" an der RWTH statt.

 

Für uns ist es wichtig, dass ein erfolgreiches Studium, eine wissenschaftliche Karriere sowie ein erfülltes Berufsleben unabhängig von Beeinträchtigungen realisierbar ist. Wir möchten die RWTH zur Inklusiven Hochschule weiterentwickeln und allen Hochschulmitgliedern eine chancengerechte Teilhabe ermöglichen. Diesem Leitbild fühlen wir uns als Hochschule ganz im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention und der HRK-Empfehlung „Eine Hochschule für alle“ verpflichtet.

Mit diesen Worten begrüßte Professor Ulrich Rüdiger, Rektor der RWTH, die Gäste der zentralen Veranstaltung im Foyer des Reiff-Museums. Professorin Doris Klee, Prorektorin für Personal und wissenschaftlichen Nachwuchs, wies insbesondere auf die Bedeutung des diesjährig gegründeten Arbeitskreises Inklusion für die Hochschule hin und freute sich daher besonders auf den Vortrag "Hochschulangehörige und Behinderung - Wissensstand und Forschungslücken" von Dr. Caroline Richter, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungsabteilung
Bildung und Erziehung im Strukturwandel an der Universität Duisburg-Essen, und den Vortrag "Inklusion an der TU Dresden - Ein Beispiel für Good Practice an Technischen Hochschulen" von Dr. Cornelia Hähne, Leiterin der Stabsstelle Diversity Management der TU Dresden. In der anschließenden Podiumsdiskussion, moderiert von Professor Gerd Ascheid als Vorsitzendem des AK Inklusion, erörterten die beiden Referentinnen sowie Manuela Aye, Leiterin der Stabsstelle für Gender und Diversity Management der RWTH, kenntnisreich mögliche "Perspektiven für die Inklusion an der RWTH". Auch der Veranstaltungsort wies Bezüge zum Thema auf: Gerade in der Architektur ist das Thema Inklusion von wissenschaftlichem und praktischem Interesse - und bereits im Curriculum etabliert. Der gastgebende Dekan, Professor Alexander Markschies, moderierte mit großem Engagement die gesamte Veranstaltung. Gerahmt wurde der Themennachmittag von der Ausstellung "Wie geht's?" zu psychischen Erkrankungen des Vereins Irrsinnig menschlich e.V. in Leipzig sowie einer Posterausstellung zu den Angeboten der RWTH für Hochschulangehörige mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen.

Auf dem Programm der "Tage der Vielfalt" standen weiterhin eine Vielzahl weiterer Veranstaltungen - Workshops zum Umgang mit psychisch chronisch Erkrankten, zum Thema DeafGain oder zur Barrierefreien Hochschullehre; Infoveranstaltungen zur Schwerbehindertenvertretung, zum Thema Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht sowie die Vorführung des Films "Lieber Leben". Den Abschluss bildete der Vortrag des Bloggers Enno Park aus Berlin zum Thema "Human Enhancement und Behinderung. Wie beeinflusst die Technik den Menschen?", der Nutzen und Gefahren von technischen Unterstützungen insbesondere für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen kritisch reflektierte.