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Vor dem Studienstart: Einschreibeverfahren und Studienplatzvergabe

Aufgrund sehr guter Karrierechancen und der Attraktivität der RWTH Aachen als Informatik-Studienort werden unsere Studiengänge sehr stark nachgefragt. Wir freuen uns über das große Interesse und versuchen alle Studierenden exzellent auszubilden, um sie für eine erfolgreiche Karriere in diesem spannenden Bereich vorzubereiten. Die RWTH führt für die Informatik-Studiengänge (Bachelor und Lehramt) einen lokalen Numerus Clausus (NC), also eine Zulassungsbeschränkung, ein, um zusammen mit hohem Engagement aller Beteiligten auch für den doppelten Abiturjahrgang in Nordrhein- Westfalen im Wintersemester 2013/2014 sehr gute Studienbedingungen und eine exzellente Ausbildung zu ermöglichen.

Eine Bewerbung für eine Studienaufnahme im kommenden Wintersemester muss nun bereits bis zum 15. Juli erfolgen. Die Fachgruppe Informatik bietet eine besonders hohe Zahl von insgesamt 450 Studienplätzen (360 im Winter, 90 im Sommer) an. Das Vergabeverfahren wurde zudem so konzipiert, dass alle Bewerber sehr gute Aussichten haben, einen Studienplatz zu erhalten. Ob dies beim doppelten Abiturjahrgang so bleibt, wissen wir leider nicht.

Wie komme ich an einen Studienplatz?

Durch die Einführung einer Zulassungsbeschränkung ist eine Bewerbung nötig:

Jede/r Studieninteressierte bewirbt sich, sobald sie/er in Besitz des Abiturzeugnisses ist, spätestens bis zum 15. Juli direkt bei der RWTH Aachen. Die Bewerbung wird online erstellt und muss bis zu diesem Datum postalisch bei der RWTH eingehen.

Die Vergabe der Plätze erfolgt in der Informatik ausschließlich anhand der Abiturdurchschnittsnote (ohne Gewichtung von Einzelnoten) sowie der Wartezeit. Das erste Verfahren liefert bereits bis Anfang August eine Antwort auf die Bewerbung. Ein Studienplatz kann eventuell aber auch noch in einem der späteren Verfahren erlangt werden. Das Abiturzeugnis muss erst bei der Einschreibung vorgelegt werden.

Das Vergabeverfahren im Detail

Sonderquoten

Nach Bewerbungsschluss wird zunächst ein bestimmter Anteil der Studienplätze anhand von Sonderquoten vergeben:

Freiwilliger Dienst vor Einführung des NC

Alle Bewerber, die unmittelbar vor der Einführung des NC einen freiwilligen Dienst (FSJ, Bundeswehr etc.) begonnen haben, können einen sogenannten „bevorzugten Zulassungsanspruch“ geltend machen. "Vor Einführung des NC" bedeutet, dass die Person das Studium ohne NC hätte aufnehmen können, wenn sie keinen freiwilligen Dienst absolviert hätte. Dies gewährleistet, dass diesen Studieninteressierten kein Nachteil gegenüber der vorherigen Situation ohne NC entsteht. Die Beantragung ist in der Online-Bewerbung anzuzeigen und durch eine entsprechende Dienstbescheinigung nachzuweisen.

Hauptverfahren: Vergabe nach Abiturnote und Wartezeit

Nach Zuteilung durch die Sonderquoten ist noch der Großteil der Studienplätze übrig. Dieser wird im Hauptverfahren sowie in eventuell anschließenden Nachrückverfahren an die übrigen Bewerber (anhand von Abiturnote und eventueller Wartezeit) verteilt. Das hat den Grund, dass sich Studieninteressierte oftmals bei mehreren Universitäten und/oder Studiengängen bewerben, um sicher zu gehen, dass sie zumindest einen Studienplatz erhalten. In Folge dessen schreibt sich erfahrungsgemäß nur ein Teil der erfolgreichen Bewerber auch tatsächlich ein, wodurch wieder Plätze frei werden, die dann erneut an die übrigen Bewerber verteilt werden können. Dies wiederholt sich solange, bis alle Plätze vergeben oder keine Bewerber mehr vorhanden sind. Das erste Vergabeverfahren wird als "Hauptverfahren" bezeichnet und unmittelbar nach Bewerbungsschluss durchgeführt, sodass Bewerber bis Anfang August eine Antwort erhalten sollten. Wer hier noch keinen Platz erhält, sollte nicht sofort aufgeben: man kann auch in einem der eventuell durchgeführten Nachrückverfahren noch erfolgreich sein.

Nachrückverfahren

Die Nachrückverfahren beginnen unmittelbar nach Abschluss des Hauptverfahrens, sofern nicht nach dem Hauptverfahren bereits alle Studienplätze angenommen wurden. Das letzte Nachrückverfahren kann sich bis in das bereits begonnene Semester hineinziehen.

Wir wissen, dass dies nicht nur den Studienstart und die Wohnungssuche erheblich behindern kann, sondern auch einige Studieninteressierte dazu bewegen könnte, sich lieber bei anderen Hochschulen oder in anderen Studiengängen einzuschreiben. Um den gesamten Vergabeprozess zu beschleunigen und um negative Folgen für unsere Bewerber zu vermeiden, werden die Studienplätze in jedem der Verfahren mit einem relativ hohen Faktor überbucht. Das bedeutet, dass möglichst bereits im Hauptverfahren alle verfügbaren Studienplätze vergeben werden können. Die Studienplätze werden jeweils zu 80% an die Bewerber mit der besten Abiturnote vergeben, zu 20% an diejenigen mit der längsten Wartezeit. Als Wartezeit wird die Zeit zwischen Erlangung der Hochschulreife (in der Regel Abitur) und der Bewerbung bezeichnet, sofern zuvor noch kein Studium an einer deutschen Hochschule begonnen wurde.

Jeder, der eine Zusage erhält, hat im jeweiligen Verfahren einen Studienplatz sicher. Wer einen Platz erhält, muss sich also nur noch fristgerecht einschreiben.

Achtung: Wer die Einschreibefrist des Verfahrens verpasst, in dem er/sie eine Zusage erhalten hat, wird in den folgenden Verfahrensrunden nicht weiter berücksichtigt. Dies gilt nicht für Bewerber des Lehramtsstudiengangs, solange eine Zusage im anderen Fach noch nicht vorliegt.

Was bedeutet eigentlich die "Zahl" des NC?

Die niedrigste Abiturnote eines Bewerbers, der noch einen Studienplatz erhält, ist die Note, die später als "Wert" des NC in den Statistiken und Medien auftaucht. Dieser ist ein reiner Erfahrungswert, der bei der Einschätzung der eigenen Chancen auf einen Studienplatz helfen soll. Er kann sich je nach Bewerberlage von Jahr zu Jahr signifikant ändern; insbesondere beim doppelten Abiturjahrgang, da hier mit deutlich mehr Bewerbern zu rechnen ist.

Dieser Wert macht keinerlei Aussage über die Qualität oder den Schwierigkeitsgrad des Studiums. Da wir den NC zum kommenden Wintersemester erstmalig einführen, haben wir leider noch keinen solchen Erfahrungswert. Wir rechnen damit, dass alle Bewerber sehr gute Chancen auf einen Studienplatz haben, da gemessen an den Einschreibezahlen der vergangenen Jahre eine sehr große Zahl an Studienplätzen zur Verfügung gestellt wird.

FAQ zum Numerus Clausus (pdf)