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Archiv: Ausgewählte Forschungsprojekte

Die Fachgruppe Informatik gratuliert Prof. Leif Kobbelt zum Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis 2014

Bild: Peter Winands

Nachdem Prof. Leif Kobbelt, Inhaber des Lehrstuhls Computergraphik und Multimedia (I8), erst im Sommer mit dem renommierten ERC Advanced Grant des Europäischen Forschungsrates ausgezeichnet wurde, erhält er nun den wichtigsten Forschungsförderpreis in Deutschland: den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis. Dieser wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) verliehen und ist mit 2,5 Millionen Euro dotiert.

Leif Kobbelt gilt als der herausragende deutsche Computergrafiker im Bereich der Geometrieverarbeitung und als einer der innovativsten und produktivsten Vertreter seines Forschungsgebiets weltweit. Nach dem Studium und der Promotion im Fach Informatik an der Universität Karlsruhe waren seine akademischen Stationen die University of Wisconsin in Madison (USA), die Universität Erlangen-Nürnberg und das Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken, bevor er 2001 an die RWTH wechselte.

Das Leibniz-Programm zielt darauf, die Arbeitsbedingungen herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu verbessern, ihre Forschungsmöglichkeiten zu erweitern, sie von administrativem Arbeitsaufwand zu entlasten und ihnen die Beschäftigung besonders qualifizierter jüngerer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu erleichtern.

06.12.2013




Prof. Leif Kobbelt (I8) wird mit dem ERC Advanced Grant ausgezeichnet

Europäischer Forschungsrat fördert die Entwicklung neuer Algorithmen für die effiziente und intelligente Erzeugung und Verarbeitung komplexer 3-D-Modelle mit über 2 Millionen Euro

Prof. Kobbelt Prof. Leif Kobbelt vom Lehrstuhl für Computergraphik und Multimedia erhält den hoch dotierten Advanced Grant des Europäischen Forschungs­rates (ERC). Bei dieser Auszeichnung steht die Exzellenz von Person und Idee im Vordergrund. Ziel ist es, die europäische Forschung auf höchstem Niveau durch wettbewerbsorientierte Finanzierung zu unterstützen und den talentierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weltweit mehr Sichtbarkeit zu verleihen.

Das mit über zwei Millionen Euro geförderte Projekt von Prof. Kobbelt zielt auf die Entwicklung neuer Algorithmen für die effiziente und intelligente Erzeugung und Verarbeitung komplexer 3-D-Modelle. Die Resultate aus diesem Projekt werden es möglich machen, 3-D-Modelle in vielen neuen Anwendungsgebieten in Industrie, Wissenschaft und Unterhaltung einzusetzen. Leif Kobbelt im Interview: „Wir wollen in den kommenden fünf Jahren eine Lücke schließen, die zwischen der Erfassung und der breiten Verwendung geometrischer Daten klafft. Unser Ziel ist es, ein ganzes System von Algorithmen zu entwickeln, das die Verarbeitung der Datenflut, zum Beispiel von eingescannten 3-D-Objekten, automatisiert, um Verarbeitungs- oder Produktionsprozesse zu unterstützen. Die ERC-Förderung ermöglicht durch die lange Laufzeit und die hohe Fördersumme eine fokussierte Beschäftigung mit dem Thema, wie sie uns nur selten geboten wird. Das hat auch positive Effekte für die Rekrutierung von internationalen Forschern und erhöht die Attraktivität des Wissenschaftsstandortes Aachen.“

07.08.2013




Riesenerfolg für Virtual Reality Group (I12)

Europäische Union fördert Megaprojekt zur Entwicklung von Verfahren zur Simulation des menschlichen Gehirns - Projektkosten werden auf 1 Milliarde Euro geschätzt

Das Human Brain Project vereint Neurowissenschaftler, Psychiater, Neurologen, Informatiker, Physiker und Mathematiker aus über 80 europäischen und internationalen wissenschaftlichen Einrichtungen in 22 Ländern. Es zielt darauf, den Aufbau und die Abläufe im Gehirn auf den verschiedensten Ebenen in seiner ganzen Komplexität zu erforschen und abzubilden. Das virtuelle Modellgehirn wird es Medizinern künftig erleichtern, die Struktur und Arbeitsweise des gesunden, aber auch erkrankten Gehirns zu verstehen sowie neue Therapien zu entwickeln.

Von Seiten der RWTH Aachen sind neben den Psychiatern die Visualisierungsexperten der Virtual Reality Group unter Leitung von Prof. Dr. Torsten Kuhlen am Projekt maßgeblich beteiligt. Sie werden die gesamten generierten Simulationsdaten von der zellulären Ebene über Nervenzellverbünde bis hin zu den Hirnarealen visualisieren und die extrem großen Datenmengen so aufbereiten, dass Neurowissenschaftler diese interaktiv analysieren können, um daraus neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Offizielle HBP-Webpage:

Presseinformationen:

28.01.2013, mbr




Lehrstuhl Informatik 4 erforscht Internet der Zukunft

DFG bewilligt neuen Sonderforschungsbereich „MAKI“

Wie wird das Internet der Zukunft aussehen? Welche bereits bekannten Arten der Kommunikation bleiben erhalten, welche neuen müssen darüber hinaus berücksichtigt werden? Welche zusätzlichen Herausforderungen stellt die zunehmend mobile Nutzung der Netze?

Die Erforschung der Mechanismen in Kommunikationssystemen, deren Adaption, Interaktion und fortlaufende Optimierung sowie langfristige Weiterentwicklung steht im Fokus des neuen SFB 1053, in dem sich Ingenieure, Informatiker und Wissenschaftler anderer Fachbereiche der TU Darmstadt sowie der University of Illinois und der RWTH Aachen zusammengeschlossen haben. "MAKI" steht für Multi-Mechanismen-Adaption für das künftige Internet.

Der SFB startet ab Januar 2013 und wird zunächst für vier Jahre von der DFG mit etwa 8 Millionen Euro gefördert. Davon erhält der Lehrstuhl Informatik 4 (Kommunikation und verteilte Systeme) unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Klaus Wehrle Fördermittel in Höhe von rund 650.000 Euro.

Weitere Informationen:

05.12.2012, mbr