Referent: Dr. Carsten Weise, IVU Traffic Technologies AG
Thema: Das Smartphone steuert den Bus
Zusammenfassung:
Informatik spielt - für viele unbemerkt - eine große Rolle in der modernen Verkehrsinfrastruktur.
Die Flotten moderner Verkehrsbetriebe kommen ohne zentrale Leitstellen und deren Gegenstück auf dem Fahrzeug, dem Bordcomputer, nicht mehr aus. Dieser Bordcomputer ist ein komplexes eingebettetes System, dass einem heutigen Smartphone ähnlicher ist als man erwarten würde.
Der Vortrag stellt die Komplexität der Steuerung des Busses durch den Bordcomputer dar, und beschreibt den Bordcomputer als ein typisches Beispiel eines mobilen, eingebetteten Systems.
Dabei beschäftigt sich der Vortrag nicht nur mit der Software- und Hardware-Architektur des Bordcomputers, sondern stellt darüber hinaus den zugrundeliegenden, industriellen Entwicklungsprozess vor und gibt somit einen Einblick in den typischen Arbeitsalltag eines Software-Entwicklers.
Zum Referenten:
Dr. Carsten Weise hat an der RWTH Aachen im Bereich der Theorie der Echtzeitsysteme promoviert und anschließend als Assistant Professor an der Universität Aalborg im Bereich eingebettete Systeme gearbeitet, u.a am Modelchecking-Werkzeug Uppaal (http://www.uppaal.com). Danach hat er acht Jahre in verschiedenen Position bei der Ericsson Deutschland GmbH gearbeitet.
Die letzten Jahre war Dr. Weise als Forscher im Exzellenz-Cluster UMIC tätig, und hat zeitgleich verschiedenen Industrie-Kooperationen im Bereich eingebettete Systeme betreut. Seit Mai letzten Jahres ist er als Teamleiter der IVU Traffic Technologies AG für die Entwicklung des Bordcomputers zuständig.
Dr. Weise widmet sich insbesondere der Verbindung von wissenschaftlicher Theorie und industrieller Praxis, und ist Veranstalter der TAICPART 2012 (Testing: Academic & Industrial Conference, Practice and Research Techniques).
11.01.2012, sts
Referent: Dipl.-Informatiker Daniel Stein
Thema: Soft Features for Statistical Machine Translation of Spoken and Signed Languages
Abstract:
Ziel der statistisch-maschinellen Übersetzung ist eine Überführung von unbekannten Sätzen aus einer Quellsprache in eine Zielsprache. Zu diesem Zweck werden durch statistische Analyse aus bestehenden zweisprachigen Datensammlungen Regeln zur Übersetzung extrahiert. Mittels eines probabilistischen Ansatzes werden mehrere alternative Sätze generiert, die durch Merkmalsfunktionen bewertet werden. Die Alternative mit der höchsten zugewiesenen Wahrscheinlichkeit wird dann als Übersetzung ausgegeben.
In diesem Vortrag wird der Einfluß von mehreren, meist linguistisch motivierten, Merkmalsfunktionen auf die Qualität der statistisch-maschinellen Übersetzung untersucht. Durch die beschriebenen Funktionen wird keine der Alternativen völlig verworfen, so dass die Variabilität des Übersetzers erhalten bleibt. Analysiert werden Sprachpaare gesprochener Sprachen (z.B. Deutsch, Englisch oder Chinesisch) untereinander.
Der Vortrag beschäftigt sich auch mit der automatischen Gebärdensprachübersetzung als Spezialfall der maschinellen Übersetzung. Es wird zunächst auf die Besonderheiten der Gebärdensprache als Kommunikationsmittel eingegangen. Bestehende Datensammlungen werden analysiert, außerdem werden der RWTH-Phoenix Corpus und der Corpus NGT vorgestellt, die im Rahmen der Doktorarbeit erweitert wurden bzw. entstanden sind. Dann werden die beiden Datensammlungen eingehend auf Eignung zur maschinellen Übersetzung geprüft. Aufgrund ihrer relativ geringen Größe ist eine Anpassung der bestehenden Verfahren sinnvoll. So kann durch Einsatz von (in der maschinellen Übersetzung eher unüblichen) Kreuzvalidierung eine signifikanten Verbesserung der Übersetzungsqualität erreicht werden. Auch durch morpho-syntaktische Vor- und Nachverarbeitung gelingt es in der Übersetzung, einen wohlgeformteren Satz zu finden bzw. mit die zusammengesetzten Wörter im Deutschen besser zu erfassen. Neben dem Vergleich zweier Übersetzungsparadigmen werden auch Verfahren aus der Systemkombination erfolgreich auf diese Sprachrichtung eingesetzt.
02.01.2012, sts
Wir gratulieren David Bommes und Timm Lempfer zum Best Student Paper Award bei der Eurographics 2011. Paper
04.05.2011, mbr
Am Dienstag, den 06. Juli wurde das Schülerlabor Informatik Infosphere gemeinsam mit dem Schülerlabor RoboScope feierlich eröffnet.
Nach einem Grußwort von Prof. Aloys Krieg, dem Prorektor für Lehre der RWTH Aachen und den Gastgerbern Prof. Sabina Jeschke (ZLW/IMA) und Prof. Ulrik Schroeder (LuFG i9) wurde das Programm der beiden Labore vorgestellt. Brigitte Timmer (Innovationsministerium) übergab im Namen des Förderers Zukunft durch Innovation.NRW das Zertifikat "zdi-Schülerlabor" an RoboScope und InfoSphere. Das RoboScope wurde außerdem durch die Firma LPE zum zweiten LEGO Education Center in der Bundesrepublik ausgezeichnet.
Der WDR brichtet in der Lokalzeit Aachen über die Eröffnungsfeier der beiden Schülerlabore.
09.08.2010, jkr
Am 18.05.2010 genehmigte die DFG die zweite Förderungsphase des Sonderforschungsbereichs SFB 686 "Modellbasierte Regelung der homogenisierten Niedertemperatur-Verbrennung". Der Lehrstuhl i9 (Prof. Seidl) ist in dieser zweiten Phase neu dazugekommen und bearbeitet das Teilprojekt A6 "Anytime-Verfahren zur prädiktiven Regelung mittels dynamisch adaptiver Modelle". In unterschiedlichen Teilzielen werden beispielsweise der automatisierte Abgleich von Versuchs- und Simulationsdaten untersucht oder Verfahren zur adaptiven Modellbildung entwickelt, die schließlich zu einer Anytime-fähigen modellprädiktiven Regelung führen.
09.08.2010, jkr
Professor Paolo Bientinesi (Ph.D.), Inhaber der Juniorprofessur "Automation and High Performance Computing", erhält in Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistungen den diesjährigen Karl-Arnold-Preis der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften.
Mit dem Karl-Arnold-Preis wird jährlich die herausragende Forschungsarbeit eines Nachwuchswissenschaftlers prämiert. Der Preis ist nach dem Gründer der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften, Ministerpräsident Karl Arnold, benannt und ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Verleihung des Preises findet im Rahmen der Jahresfeier der Akademie am 13. Mai 2009 durch den Präsidenten der Akademie statt.
Nähere Informationen zum Karl-Arnold-Preis finden Sie hier.
10.05.2009, kwe
Die Wirtschaftswoche (WiWo) befragt jährlich die Personalverantwortlichen von ca. 5.000 Unternehmen, welche Absolventen in der Wirtschaft den besten Ruf genießen und welche Hochschulen die besten Absolventen in den jeweiligen Fächern ausbilden.
Die Mehrheit der Personalchefs schätzen am meisten die Abolventinnen und Absolventen der Fachgruppe Informatik der RWTH Aachen.
Neben der Informatik belegen auch vier weiteren Disziplinen der RWTH den ersten Platz im Uni-Ranking 2009 der Wirtschaftswoche, wodurch die RWTH insgesamt als beste Uni Deutschlands ausgezeichnet wurde.
Die Details des Rankings "Die besten Unis für die Karriere: Wo Studieren wirklich lohnt" können hier nachgelesen werden. Den Bericht der Wirtschaftswoche finden Sie hier .
10.05.2009, kwe
Das vom Lehrstuhl Informatik 11 gesponserte Studenten-Team "GalaXIs" hat den in diesem Jahr zum ersten Mal ausgetragenen und mit insgesamt 10.000 Euro Preisgeld dotierten Carolo-Cup der TU Braunschweig für autonom fahrende Modellautos gewonnen.
GalaXIs erzielte 917 von 1000 möglichen Punkten und fuhr damit einen deutlichen Abstand zum Zweiten (537 Punkte) heraus. Das selbstständig von den Studenten aufgebaute Auto siegte in allen drei praktischen Disziplinen (Einparken, Rundstrecke und Ausweichen von Hindernissen). Während GalaXIs alle drei Einparkversuche erfolgreich absolvierte und dabei jedesmal die Zeit verbesserte, gelang von den andern fünf Teams überhaupt nur einem ein Einparkversuch. Bei den Rundenzeiten auf der Rennstrecke stellte sich das Bild ähnlich dar.
Der Erfolg ist umso beachtlicher, wenn man berücksichtigt, dass die Studenten erst im November überhaupt angefangen haben, sich mit dem Aufbau des Autos auseinander zu setzen. Das Auto von GalaXIs konnte vor allem durch ein besonders einfaches Konzept überzeugen (nur zwei Mikrocontroller statt des sonst häufig verwendeten Embedded-PCs). Man muss aber auch anmerken, dass der Erfolg fast noch durch einen defekten Sensor in Gefahr geraten wäre. Netterweise sorgte ein Konkurrenzteam für Ersatz.
GalaXIs besteht aus Yves Duhr, Philipp Fischer, Stefan Kockelkoren, Julian Krenge und Hugues Tchouankem. Die Studenten können sich über das Preisgeld von 5000 Euro für den ersten Platz freuen.
Im nächsten Jahr soll der Pokal natürlich verteidigt werden.
Näheres zum Wettbewerb und Berichte finden sich auf den folgenden Webseiten: www.carolo-cup.de, Braunschweiger Zeitung.
13.03.2008, dkl